Die Abenteuer einer kleinen Buddelhäsin, die sich aufschwingt, eine Heldenhäsin zu werden
Dem Kinderbuchautoren Tobias Goldfarb gelingt es mit seiner Protagonistin „Hilda Hasenherz“ und ihren Erlebnissen in der „großen Welt da draußen“, Spannung zu erzeugen und aufzuzeigen, dass Freundschaft und Zusammenhalt viele Talente wecken können, von denen man vielleicht zunächst gar nicht zu träumen gewagt hätte. In seinem ersten Band „Das Abenteuer im Fuchswald“ entführt Goldfarb zur kleinen Buddelhäsin Hilda, die in einem großen Kaninchenbau unter dem Möhrenfeld lebt und arbeitet. Noch nie hat sie die Sonne gesehen, im Mond glaubt sie, ihre verschwundenen Eltern zu finden: „Hoch oben am Himmel hing etwas Großes, Rundes, das alles in dasselbe magisch weiße Licht tauchte, das sie schon einmal in seinen Bann bezogen hatte. War das die Sonne? Oder war es der Mond? Und wenn es der Mond war, wo war dann der Hase darin?“ Fragen über Fragen, die Hilda bewegen, als sie sich auf den Weg in den Fuchswald begibt. Das monotone Ernten der Möhren und das ewige Einerlei lassen sie ihr Herz in die Hand nehmen. Viele Abenteuer warten auf Hilda, die sie zunächst einschüchtern, aber schon bald findet sie Freunde, die sie die Angst vor dem Falken, der Eule und sogar vor dem fiesen Baron von Ratzezahn vergessen lassen. Er nämlich ist für das harte Leben der Buddelhasen verantwortlich, gibt er doch vor, selbst der König müsse Hunger leiden. Kann Prinz Lämpchen ihr helfen und sie dazu ermutigen, sich den Aufgaben zu stellen? Und wer ist Sam Grau, vor dem sich alle zu fürchten scheinen? Ist der alte Fuchs wirklich so schlimm, wie man sagt?
Im dritten Band „Das Abenteuer am Drachenfels“ sieht man Hilda Hasenherz deutlich „gereift“. In der Vergangenheit hat die „Heldenhäsin“, wie sie nun ehrfürchtig genannt wird, viel gelernt und begriffen, dass man eben nur gemeinsam stark sein kann. So sind es Igromir, der weise Igel, Eicho, das freche Eichhörnchen, und Robinius, das ritterliche Rotkehlchen, die an ihrer Seite stehen. Wie viel Freude bereitet es doch, wenn man spürt, wie Igromir seine Angst vor Wasser überwindet, hört, wie Eicho sein „Guppa!“ ruft und Robinius sich zu einem „tapferen Recken“ erklärt. Auch Dschango Biber, stets von seinen sieben Babys begleitet, eilt zur Hilfe und baut ein „Dschahamoflo“, „Dschangos hamsterbetriebenes Motor-Floß“, auf dem die beiden Feldhamster Poffi und Rosi das Regiment übernehmen. Können sie den Fluss überqueren und Baron von Ratzezahn finden? Seine Gemeinheiten haben kein Ende und auch Hildas Eltern wollen gefunden werden. Was oder wer versteckt sich auf der furchteinflößenden Burg auf dem Drachenfels, auf der draufgängerische Grauhörnchen schalten und walten sollen, wie sie wollen? Gibt es den Drachen denn wirklich, vor dem sie warnen?
Diese Geschichten, die Tobias Goldfarb schreibt, seine Bücher sind wundervoll illustriert von Verena Körting, verzaubern und lehren die Bedeutsamkeit von Menschen, mit denen man gemeinsam Wege beschreitet, die einen trösten, aber auch antreiben, beschützen und motivieren. Die Zweitklässler, erstmals waren die Kinder der 2a und ihre Lehrerin Daniela Gehrke-Schröder dabei, verstanden und hörten neugierig zu. Die mitgebrachten Kuscheltiere gingen derweil von Kind zu Kind und die abschließenden Bastelarbeiten rundeten die Vorlesestunden ab. Ihrer Fantasie folgend, gestalteten die Mädchen und Jungen wundervolle Hasengesichter, mit denen sie in die Osterferien gehen konnten!

